Neues Denkmal? Uraltes Thema.
2008-09-06
?Tygiel? ist Elbinger Zeitschrift, die sich mit dem Thema der Kultur, Literatur und Geschichte befasst. In dem letzten ?Tygiel? kann man einen interessanten Artikel von Ryszard Tomczyk finden. Der Autor schreibt da über die Zweckmäßigkeit des neuen Denkmals von Hermann von Balk.

Denkmal von Hermann von Balk, Elbing 1945, www.portel.pl
Herr Tomczyk ist im allgemeinen gegen diese mögliche, jedoch noch nicht aufgenommene, Initiative. Seine Argumente beruhen auf der Überzeugung, dass der Kreuzritterorden viele Grausamkeiten begangen hat.
Auf anderer Seite nimmt Herr Gęsicki (Portel.pl) die Diskussion auf: die Geschichte sei nicht so einfach wie das von Herrn Tomczyk dargestellt wird. Von Balk kam zum Preu?en dank Konrad Mazowiecki. Au?erdem ist die Entwicklung von Preu?en in jener Zeit nicht zu überschätzen. Weiter geht die Diskussion der beiden Herren in die Richtung, die ich nicht besprechen möchte. Das Hauptthema bleibt aber, ob der Gründer von Elbląg, Toruń und einigen anderen Städten sein Denkmal in Elbląg haben wird. Mal sehen? Vielleicht haben liebe Leser eine Meinung dazu?

Sein Denkmal in Kwidzyn www.wikipedia.pl


September 11th, 2008 8:25
Es wäre schön wenn der Silberbrunnen, wie er auch neben dem Namen Hermann-Balk-Brunnen genannt wurde endlich wieder komplett wäre. Die Stadt und die Elbinger Bauherren haben schon viele alte Gebäude restauriert und auch wieder erstehen lassen, also warum auch nicht den Silberbrunnen? Dieser Brunnen wurde von Friedrich Silber und Emil Leumann der Stadt Elbing geschenkt.
Hans-Joachim Pfau
September 11th, 2008 2:45
Anmerkung
Es ist zwar richtig, dass sich die 1237 begründete Stadt Elbing im Schutz der Burg des Deutschen Ordens entfalten konnte, doch war dies nicht ein Werk des Ordens, sondern der tüchtigen lübischen Kolonisten.
?An seinem Niedergang trug der Orden selbst schuld. … Dadurch, dass er selbst Handel trieb, verdarb er es mit den zum Teil sehr einflussreichen Kaufherren in den Städten, von denen Kulm, Thorn, Elbing, Danzig, Königsberg und Braunsberg zur Hansa gehörten.? (vgl. Lic. Dr. E.G. Kerstan, Die Geschichte des Landkreises Elbing, Elbing 1925, Seite 48). So erklärt es sich, dass die Elbinger Bürger an der Zerstörung der Elbinger Ordensburg (1454) maßgeblichen Anteil hatten.
Ich habe das Brunnen-Denkmal des Landmeisters HERMANN BALK stets als einen Fremdkörper empfunden, welcher der Geschichte der Stadt Elbing nicht gerecht wurde. Aus diesem Grunde kann ich mir nicht vorstellen, dass man heute dieses ? mit Verlaub scheussliche – Denkmal erneuern will.
Freundliche Grüsse vom Rhein
JOACHIM VON ROY
(früher Elbing, Sonnenstrasse 81)