Eröffnung der Ausstellung in Marienburg

Am 15. Juli ist die Eröffnung der Ausstellung im Jerusalem-Hospital in Marienburg stattgefunden. Die Ausstellung heißt “Das alte Marienburg mit seiner Umgebung und Bürgern” (poln. “Dawny Malbork i okolice oraz jego mieszkańcy”).

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Warum gerade in dem alten Gebäude? Das Jerusalem-Hospital in Marienburg ist ein Beispiel für eine verwahrloste Sehenswürdigkeit, die vom Staat vegessen worden ist. Im Jahre 2002 hat Edwin Eggert die Entscheidung getroffen, das Jerusalem-Hospital zusammen mit Dr. Klaus Hemprich und Dr. Hans Kaltenecker zu retten. Heutzutage ist das Gebäude Sitz des Vereins des Jerusalem-Hospitals.

Während der Eröffnung der Ausstellung hat Klaus Hemprich den Titel des Ehrenbürgers Marienburgs erhalten.

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An der Ausstellung, die bis zur Mitte August zu sehen ist, haben folgende Organisationen und Personen gearbeitet:

  • Der Verein des Jerusalem-Hospitals,
  • Das Marienburger Kultur- und Bildungszentrum,
  • Das Archiv Marienburg in Hamburg,
  • Herr Marek Dziedzic,
  • Der Verein Initiative – aktives Marienburg,
  • Frau Izabela Skibicka.

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Zu sehen und genießen sind in der Ausstellung: alte Fotos von Nogat und Laubenhäusern, Geschichte von Ferdinand Schulz sowie auch die Biografie von dem vor kurzem verstorbenen Edwin Eggert.

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Die Fotos sind von Wiesław Leszczyński gemacht worden – vielen Dank!



2 Kommentare

  1. Vielen Dank für das schöne Foto des sogenannten „Jerusalem-Hospitals“.

    Allerdings dürfte es sich hier nicht um ein „vom Staat vergessenes“ historisches Gebäude, sondern um die L e i c h e n h a l l e des ehemaligen „St. Jerusalem-Friedhofs“ handeln. Dieser moderne Friedhof lag weit außerhalb der ordenszeitlichen Stadt Marienburg (im Süden der Stadt, nahe dem Dorfe Alt Hoppenbruch).

    Eine Siedlung namens „Jerusalem“ bzw. ein ehemaliges „Spital“ des Deutschen Ordens hat es hier früher nie gegeben!! (Hinweis auf den Historisch-geographischen Atlas des Preußenlandes vom Jahre 1796).

    Völlig anders stellte sich die Lage im Raum E l b i n g dar. Dort gab es in der Tat – im Norden der Stadt – die ordenszeitlichen (!) Siedlungen „Jerusalem“ und „Emaus“ (vgl. auch den Historisch-geographischen Atlas des Preußenlandes vom Jahre 1796), welche – gemeinsam mit benachbarten Höfen – im Jahre 1877 zur Gemeinde „Lärchwalde“ zusammengefaßt wurden.

    Über die Siedlungen „Jerusalem“ und „Emaus“ berichtete der Pfarrer Lic. Dr. E. G. Kerstan in seinem 1925 erschienenen Werk Die Geschichte des Landkreises Elbing: „Bei vielen Ordensburgen gab es Orte mit biblischen Namen. Man weiß nicht genau, wie man diese Benennungen zu erklären hat. Es sind nur Vermutungen darüber angestellt worden.“

    Daß es in Elbing ein „Jerusalem-Hospital“ gegeben haben soll, vermag ich nicht zu bestätigen. Bedeutend waren hier vor allem das – am 15. März 1242 begründete – Heilige Geist-Hospital, das 1319 erwähnte St. Elisabeth-Hospital sowie die beiden in der Altstadt und der Neustadt gelegenen St. Georgs-Hospitäler.

    Freundliche Grüße vom Rhein

  2. Nachtrag

    Im übrigen finde ich auch keinen Beleg dafür, daß es in Elbing im Jahre 1564 eine „Jerusalem-Kapelle“ gegeben haben soll.

    MfG

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