Elbinger Altstadt

2011-07-02

In der Elbinger Zeitschrift “Tydzień w Elblągu” (poln. “Woche in Elbląg”) wurde ein Interview mit dem ersten Elbinger städlichen Sehenwürdigkeiten-Konservator, Herrn Mirosław Jonakowski, durchgeführt. Herr Jonakowski hat ein paar interessante Themen angesprochen, die ich hier kurz erwähnen möchte.

Elbinger Altstadt- das Foto von Damian Nowacki

Elbinger Altstadt- das Foto von Damian Nowacki

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Ich hoffe die Vorbereitungen aufs kommende Weihnachtsfest machen den lieben Lesern viel Spass.

Letztens habe ich Sie informiert, dass unsere Stadt den neuen Stadtpräsidenten hat. Alle sind gespannt auf neue Strategien, Ideen sowie mögliche Veränderungen. Hätten Sie vielleicht auch irgendwelche Fragen an unseren neuen Stadtpräsidenten? Falls ja, schicken Sie bitte diese an meine E-mail-Adresse: info@elbing.pl. Ich werde sie alle bearbeiten, übersetzten, und an Herrn Nowaczyk schicken.

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Schon vor einiger Zeit habe ich versprochen, Damian etwas genauer vorzustellen. Damian schreibt ungern über sich selbst. Seine Frau, Ilona Nowacka, hat mir geholfen, indem sie einiges über ihren Mann geschrieben hat. Ich habe das übersetzt. Hier also trage ich gerne ein paar Informationen über Damian Nowacki, unseren beliebtesten Fotograf, der mir mehrmals erlaubt hat, seine schönen Fotos hier zu veröffentlichen.

ÜBER DAMIAN UND SEIN FOTOGRAFIEREN

Es ist schwer zu sagen, wann Damian zum Fotograf geworden ist. Ich kann es mir nur an ein paar Situationen erinnern, die vielleicht als Anfang dieses beruflichen Wegs betrachtet werden können. :) Lesen Sie den Rest! »

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Dieses Jahr hatte ich eine sehr angenehme Möglichkeit, Wolfgang Mischor, seine Frau Monika und seine Schwester Ruth kennen zu lernen. Die allen drei haben nicht nur mich besucht sondern auch meine Schwiegermutter in Molthainen. Ich habe es mir gedacht, es wäre für die lieben Leser wertvoll, sie auch kennen zu lernen.

Ich: Ich weiß etwas verbindet Euch Stark mit Polen.  Was ist es? Könnt Ihr etwas darüber schreiben?
Wolfgang Mischor: Mein Vater und seine Eltern stammen aus dem jetzigen Polen, welches früher Ostpreußen hieß. Meine Halbgeschwister, 2 Jungen, sind in Gerdauen geboren.
Ich selbst bin in Berlin geboren.
Ich: Ihr habt dieses Jahr eine wunderschöne, lange Reise nach und in Polen gemacht. Wieso habt Ihr diese und nicht eine andere Strecke gewählt? Wieso seid Ihr nach Molthainen gefahren?
Wolfgang Mischor: Es war ein Geburtstagsgeschenk meiner Frau. Sie wusste, dass ich schon lange mit meinem Bruder eine Reise in seine und unseres Vaters Heimat machen wollte. Leider ist mein Bruder gestorben und unser Plan ging nicht in Erfüllung. Meine Frau erklärte sich bereit, mit mir nach Ermland und Masuren zu fahren. Da wir mit unserem Wohnwagengespann fuhren, machte ich eine Reiseplanung und die führte über Stettin, Walcz, Bydgoszcz, Olsztyn an die Masurischen Seen. Von dort aus wollte ich direkt nach Arklitten und Molthainen.
Ich: Was für Städte habt Ihr besucht? Was war im Falle von den Einzelstädten überraschend für Euch?
Wolfgang Mischor: Wir haben Gizycko, Wegorzewo, Ketrzyn, Reszel, Mikolajki im ersten Teil besucht. Natürlich haben wir die Landschaft dieser Gegend genossen. Bei Swieta Lipka (Pilec)
fanden wir einen anderen sehr schönen Stellplatz direkt am See. Danach ging es nach Elbląg, eine sehr schöne Stadt mit einem sehr schönen Campingplatz. In punkto Sauberkeit wunderbar. Von dort aus besuchten wir natürlich Malbork, Gdansk und die Halbinsel Hel. Alle Städte, ob groß oder klein waren sehr sauber und es wurde an sehr vielen Stellen renoviert und die Straßen in Stand gesetzt. Die
Menschen waren sehr nett und zuvorkommend.
Ich: Was war für Euch am wertvollsten an dieser Reise?
Wolfgang Mischor: Mein jahrelanger Wunsch war es, in die Heimat meines Vaters zu fahren, diese Sehnsucht zu stillen und Natur zu genießen, die es woanders nicht mehr gibt. Menschen kennenzulernen, die viele Jahre nicht all das hatten, was für uns selbstverständlich war. Menschen, die heute als wirklich liebenswert, zuvorkommend und aufstrebend anerkannt werden, was früher durch Politik und Grenzen nicht möglich war.
Ich: Was habt  Ihr bedauert?
Wolfgang Mischor: Wir haben sehr bedauert, dass unsere Urlaubszeit zu kurz war und wir nicht alles sehen konnten was wir sehen wollten. Das erscheint im Nachhinein als gut, weil wir auf jeden Fall 2010 eine neue Reise in dieses wunderschöne Land machen.
Meine Frau sagte Ostpreußen ist ein Land, dort muss man immer wieder hin.
Ich: Ihr habt eine neue Internetseite zum Leben gebracht (www.arklitten-molthainen.de). Was für einen Inhalt wird im Falle von der Seite vorausgesetzt? Was für Ziele wird diese Webseite haben?
Wolfgang Mischor: Liebe Aga, die Frage ist für mich eine sehr schwere Frage. Die Idee, eine Website von Arklitten-Mothainen zu machen kam ganz spontan. Es hat neulich einen Menschen gegeben, der hat eine Webseite von Elbingen und das in Deutsch ins Internet gestellt. Das war der Auslöser für die Idee, das auch für Molthainen + Arklitten zu tun. Eigentlich will ich meine Verbundenheit zur Heimat meiner Familie und der einmaligen Natur Ostpreußens kundgeben. Leider musste ich erst 60 Jahre alt werden, um mir diesen Wunsch zu erfüllen.

Arklitter See

Arklitter See

Ich: Letztens ist Ihr erstes Enkelkind geboren. Was werdet Ihr ihm über Polen beibringen? Denken Sie, dass Jugendliche überhaupt Interesse an der Vergangenheit haben?
Wolfgang Mischor: Nun, unserem Amon werde ich nicht vorenthalten, von wo unsere Familie väterlicherseits stammt. Ich werde ihm auch erzählen, warum es heute nicht mehr Deutschland ist und wie es dazu kam. Ich werde ihm erklären, dass es wichtig ist heute wieder als Gast ins ehemalige Ostpreußen fahren zu können. Denn alle Menschen sollten sich über diese wunderbare Landschaft, die sich auch die Störche als Geburtsheimat ausgesucht haben, erfreuen.
Ich: Ihr habt mal gesagt Ihr kennt einen Mann, der in Elbing geboren ist.  Könnt Ihr etwas mehr über ihn schreiben?
Wolfgang Mischor: Der Mann heißt Horst Dreher, ist 76 Jahre alt und kann nicht mehr allein nach Elbing fahren. Er hat auch keine Kontakte mehr nach Elbing. Ich hatte ihn eingeladen, bei mir die Fotos aus dem Urlaub und die Homepages anzuschauen. Er kam neulich und sah sich alles an.  Ich hatte ihm dann per email über seine Tochter die mit in seinem Haus wohnt die Links von dir und Pfau geschickt. Ich hoffe, dass er sich gut durch die Homepage klickt.
Ich: Was für einen Eindruck hat auf Euch Elbing gemacht?
Wolfgang Mischor: Als wir in Elbing hineinfuhren dachten wir, hoffentlich finden wir den Campingplatz. Wir kamen über die Brücke, die über den Eblag oder die Elbing führt. Plötzlich sahen wir von oben den Platz. Als wir dann erfahren haben, dass es nur ein paar Meter bis in die Innenstadt sind, fanden wir Elbing schon sehr sympathisch. Der erste Spaziergang machte uns die Stadt noch sympathischer, denn wir stellten fest, dass es eine sehr saubere Stadt ist, in der sehr viel renoviert und gebaut wird, die Straßen sind in Ordnung oder wurden repariert. Also TOP.
Ich: Wie schätzen Sie das touristische Angebot Polens ein? Woran sollte man noch arbeiten?
Wolfgang Mischor: Für mich als Kulturbanause aber Naturliebhaber steht natürlich die Landschaft mit der Natur und noch vielfältigem Tierbestand im Vordergrund. Man muss hier darauf achten, dass dieses Juwel nicht ausverkauft wird. Natürlich muss der Tourismus eingeführt werden, jedoch langsam und durchdacht.
Ich: Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe. Liebe Grüße nach Deutschland!

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